Grenzen – Wochengedicht KW 36

Sie trennen Staaten
Sie trennen Territorien
Sie trennen Gebiete
Sie trennen Rassen
Sie trennen Kulturen
Sie trennen geschäftliches
Sie trennen privates
Sie trennen Familien
Sie trennen Freunde
Sie trennen Menschen

Sie werden verteidigt
Mit Krieg
Mit Waffen
Mit Taten
Mit Gesten
Mit Worten
Mit Ignoranz

Je mehr ich darüber nachdenke,
Umso klarer wird es:
Die größte, gefährlichste, grauenvollste Grenze
Die ist in der Seele eines jeden Ichs!

Anmerkung – Sorry

Leider bin ich momentan viel unterwegs und komme nicht dazu, wirklich jede Woche was neues einzustellen.

Ich hoffe aber, dass es bald etwas ruhiger wird und Ihr mehr (und vor allem regelmäßig) was zu lesen bekommt.

Viele liebe Grüsse an alle Leser!

Äußerlichkeiten – Wochengedicht KW 33

Das Kerzenlicht flackert,
Du sitzt mir gegenüber.
Ich weiß, was Du mir sagen willst.
Ich weiß, dass Du eine andere liebst,
dass ich nicht der Typ Mädchen bin,
der zu Dir „passt“.

Sportlich zu sportlich,
Schlank zu schlank,
mollig und dick ist out.
Mich interessiert das nicht!
Ich fühl mich wohl!

Doch wenn ich Dich ansehe,
dann frage ich mich,
was ihr Jungen eigentlich glaubt?!
Ist Euch das Aussehen wichtiger?
Wichtiger als der Charakter?
Dann seid ihr arm dran!

Die Kerze geht zu Ende.
Du siehst mich an und lächelst.
Ich lächle nicht, denn ich weiß,
was Du jetzt sagen wirst.
Warum bin ich bloß mitgekommen?
Doch dann,
Ich traue meinen Ohren nicht,
sagst Du:
Ich habe Dich lieb!

Montags – Wochengedicht KW 31

Die Müdigkeit will nicht weichen,
der Tag voller Aktenzeichen.
Erinnerungen ans Wochenende sind lebendig,
Konzentration aufs Tagewerk notwendig.
Graue Wolken stehen am Himmel,
Telefon nervt mit seinem Gebimmel.
Abgekühlt ist die Außentemperatur,
hoffnungsvoll der Blick auf die Uhr.
Der Zeiger sich langsam vorwärts dreht,
der Chef ständig in der Türe steht.
Aktenberge nicht kleiner werden,
Kunden, die sich ständig beschweren.
Kantinenfraß nicht sehr schmackhaft ist,
aber halbiert die Tagesfrist.
Der Nachmittag etwas schneller vorübergeht,
draussen ein frisches Lüftchen weht.
An der Hoffnung der Arbeiter labend,
winkt endlich der Feierabend.
Aufgemuntert verlassen Menschen das Gelände,
nur noch 4 Tage bis zum Wochenende.

Im Wald

kein Straßenlärm

nur das Zwitschern der Vögel

keine tickende Uhr

nur das Rauschen der Blätter

keine hungrigen Kindern

nur äsende Rehe auf der Lichtung

keine dröhnende Waschmaschine

nur das Plätschern des Flusses

keine Hektik des Alltags

nur der wandernde Wind zwischen den Bäumen

kein flackerndes Neonlicht

nur leuchtende Sonnenstrahlen im Dickicht

kein rußender Smog

nur mit Tannenduft angereicherte Luft

kein stressender Krach

nur erholsame Ruhe und Stille